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Unter all den Hochzeitsfotografen in Wien, St. Pölten oder wo ihr sonst auf der Suche seid, den passenden für euch zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Was passiert, wenn er/sie am Tag zuvor krank wird? Werden uns die Fotos nachher gefallen? Wann sollten vielleicht die Alarmglocken läuten? Ich gebe euch in diesem Beitrag alles mit was ihr wissen müsst, sodass ihr die richtige Antwort auf diese und weitere Fragen habt.
Wenn man einmal im Leben in einen richtigen Profi seines Fachs investiert, dann doch auf jeden Fall bei einem so wichtigen und einmaligen Erlebnis wie der eigenen Hochzeit. Aber wie findet man “den Richtigen”?

Wedding in Austria dance at Weingut am Reisenberg

Worauf ihr bei der Auswahl eures/r HochzeitsfotografIn achten müsst, verrate ich euch hier:

1. Profifotograf oder Hobbyist?

Wenn wir schon von Profis sprechen…woran erkennt man einen professionellen Fotografen überhaupt? Prüft die Website auf eine vollständiges Impressum und schaut ob die Person/das Unternehmen bei der WKO angemeldet ist. Ist die Person bei der WKO eingetragen, dann ist auch ein gültiger Gewerbeschein vorhanden. Das bedeutet der/die FotografIn geht ihrer Tätigkeit professionell nach. Über das Beschäftigungsausmaß (VZ, TZ,…) sagt das übrigens noch nichts aus.
Ist das Unternehmen nicht offiziell angemeldet, dann lieber Finger weg, denn ihr macht euch dadurch nicht nur selbst strafbar sondern habt auch im Falle des Falles, gar keine rechtliche Basis bei Streitigkeiten (wenn zum Beispiel keine Fotos geliefert werden). Hinzu kommen womöglich noch mangelnde Erfahrung, kein Reserveequipment oder Technik, die nicht mit dunklen Lichtsituationen zurechtkommt.
Umgekehrt ist ein Gewerbeschein alleine natürlich auch noch kein Qualitätsmerkmal, aber dazu mehr in den nächsten Punkten.

Zusatztipp: Profi ist nicht gleich Profi
Schaut euch explizit nach einem HOCHZEITsfotografen um! Wie viele relevante Fotos seht ihr auf der Website oder ist viel bunter Mix dabei (Autos, Natur, Studiofotos etc.)? Die meisten Fotografen da draußen haben sich auf maximal 3-4 Bereiche der Fotografie fokusiert und haben diese dafür perfektioniert.

Natürliche Hochzeitsreportagen in Wien

2. Stil und Bearbeitung

Hier gibt es kein richtig und kein falsch, wichtig ist nur, dass die Fotos euch auch nachher gefallen.
Seht euch die Fotos auf der Website genau an. Wie ist die Bearbeitung (hell, fröhlich, knallbunt, düster/moody,..)? Welche Blickwinkel werden gezeigt? Sprechen euch die Fotos auf Anhieb an? Passt der gezeigte Stil zu euch und eurer Hochzeit? Das Gesamtbild, dass ihr durch die Website bekommt, entspricht in der Regel (dazu mehr in Punkt 4) dann auch euren Hochzeitsfotos.

3. Kommunikation

Nehmt Kontakt auf um genauere Infos zu erfragen oder macht euch am Besten gleich ein persönliches Gespräch aus.
Ist euch die Person sympathisch und passt zu euch und eurer Gesellschaft? Ein Gespräch oder Telefonat bietet auch die Möglichkeit alle offenen Fragen zu klären, dabei auf Folgendes achten:
Hat er/sie Reserveequipment? Was ist in den Paketen genau inkludiert? Was ist eventuell extra zu bezahlen? Welche Zusatzleistungen (Fotobuch, Fotobox, Kurzvideo, Slide-Show etc.) wollt ihr und werden angeboten? Was passiert, wenn er/sie am Tag zuvor krank wird?
Werden die Rahmenbedingungen vertraglich festgehalten? (Wenn nicht, dann sollten eure Alarmglocken läuten: Grob geschätzte 98% der Profis haben einen Vertrag. Erst recht seit dem neuen EU-weiten Datenschutzgesetz, das seit Mai 2018 in Kraft getreten ist, gibt es auf jeden Fall einige Punkte schriftlich zu bestätigen.)

Emotionale Scheunenhochzeit von Barbara Wenz Fotografie

4. Hochzeitsreportagen ansehen

Lasst euch unbedingt auch ein paar ganze Hochzeitsreportagen zeigen, wo ihr ALLE Fotos seht, nicht nur eine Auswahl der Besten vom Besten wie auf der Website. Besteht darauf, dass es echte Hochzeiten sind!
Viele Fotografen machen so genannte Styled Shoots, das sind inszenierte Hochzeitsshootings, wo sich verschiedene Dienstleister beteiligen. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass diese die Realität nicht unbedingt gut widerspiegeln, da man am Hochzeitstag weniger Zeit & mehr Druck für die selben “Motive” hat.

5. Wer sagt was?

Lest euch wenn möglich Bewertungen im Internet über die HochzeitsfotografInnen in eurer engeren Auswahl durch.
Das kann man in Österreich zum Beispiel auf Hochzeit.click tun aber auch auf Facebook oder direkt bei Google. Welche Eigenschaften des Fotografen oder Leistungen wurden besonders gelobt? Decken sich diese mit den eigenen Erwartungen? Gibt es sogar mehrere schlechte Bewertungen?

Hochzeitsfotograf Oberösterreich

6. Hört auf euer Bauchgefühl!

Ihr “müsst” mit eurer Hochzeitsfotografin einen langen und unglaublich wichtigen Tag verbringen können. Daher ist es essentiell, dass ihr euch mit dieser Person gut versteht, dass ihr euch wohl und sicher fühlt, auch schon im Vorfeld und – wenn es besonders gut läuft – sogar wirklich auf der selben Wellenlänge schwimmt. Hört daher auch ganz genau auf euer Bauchgefühl.

7. Testlauf

Solltet ihr euch unsicher sein, ob ihr sie/ihn buchen wollt, fragt, ob ihr ein ganz normales Pärchenshoot buchen könnt. Dadurch bekommt ihr ein besseres Gefühl wie es sich anfühlt (von dieser Person) fotografiert zu werden. Einige FotografInnen bieten ein sogenanntes Verlobungsshooting zu einem Paketpreis an oder manchmal ist es sogar bei der Hochzeitsbuchung inbegriffen.

Hochzeitsfotographie, Hannersberg, Niederösterreich

Diese sieben Kriterien solltet ihr bei der Wahl eures Fotografen auf jeden Fall beachten. Natürlich spielt auch der Preis der Hochzeitsreportage eine Rolle.
Ich denke allerdings, dass es wichtiger ist, dass ihr euch zum Beispiel richtig gut aufgehoben und betreut fühlt, als 100/200/300€ zu sparen! Immerhin ist euer Hochzeitstag ein einmaliger Tag in eurem Leben. Wie schade wäre es, wenn ihr nachher unglücklich seid, weil bestimmte Momente verpasst wurden oder ihr euch auf den Fotos nicht gefallt.

Ein letzter Tipp noch: Ihr solltet ein gutes Jahr oder zumindest 6-8 Monate vor dem Hochzeitstermin bei den FotografInnen in eurer engeren Auswahl anfragen, damit der Termin nicht bereits vergeben ist. Beliebte Daten wie zum Beispiel 18.8.18 sind in der Planung oft noch anspruchsvoller. Da kann man eigentlich fast nicht zu früh anfragen (insbesondere bei Hochzeitslocations).

Viel Freude bei dieser spannenden Aufgabe und der Suche nach eurem Hochzeitsfotografen!

Ihr heiratet 2019 und die Fotos in diesem Beitrag gefallen euch? Dann schreibt mir und wir können uns bei einem Cappucino oder einer Tasse Tee besser kennen lernen, ich erfülle auch alle objektiven Kriterien, die ihr in diesem Beitrag kennengelernt habt und ob die anderen passen, das können wir dann gerne herausfinden. 😉

Hochzeitsfotographie, St. Pölten, Niederösterreich

Wie und anhand welcher Kriterien sucht man den Hochzeitsfotografen aus?

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